Finally, the first day in daycare
  • Susi

  • Veröffentlicht am

    Februar 11, 2022

  • Lesedauer

    8 Minuten

Endlich: der erste Tag in der Kita!

Leitlinien für die Früherziehung Lernumgebung

10 Profi-Tipps für die ersten Tage in der Kindertagesstätte

Der Termin rückt immer näher: der erste Tag Ihres Kindes in der Kindertagesstätte! Vielleicht geht es Ihnen wie den meisten Eltern: Sie sind ein bisschen nervös! Ihr Kind ist zum ersten Mal bei „Fremden“ außerhalb der eigenen Familie, Sie wissen nicht genau, was passieren wird und auch Ihr Kind spürt die wachsende Aufregung.

Kein Problem! Wenn Sie die folgenden 10 Profi-Tipps beachten, wird der erste Tag in der Kita für Sie und für Ihr Kind zu einem ganz besonderen – positiven! – Erlebnis.

 

  1. Recherche der richtigen Kindertagesstätte

Der erste Schritt besteht darin, so viele Kindertagesstätten wie möglich in Ihrer Umgebung zu recherchieren. Lesen Sie Online-Bewertungen und -Beurteilungen, fragen Sie Ihre Freunde und Verwandten, ob sie Erfahrungen mit örtlichen Kinderbetreuungseinrichtungen haben, kurz: Tun Sie alles, um so viele Informationen wie möglich zu sammeln.

Wählen Sie dann einige in Frage kommenden Kitas aus und rufen Sie dort an. Schon in diesem Gespräch können wichtige Punkte geklärt werden und Sie erhalten einen ersten Eindruck von der Kita. Am besten, Sie vereinbaren gleich einen Besuchstermin, damit Sie sich selbst ein Bild von der Einrichtung machen können.

Verlassen Sie sich schon hier vor allem auf Ihr „Bauchgefühl“. Denn nur wenn Sie sicher sind, die bestmögliche Kita gewählt zu haben, können Sie auch mit einem guten Gefühl die weiteren Schritte Ihres Kindes in die neue Kita begleiten. So wird der erste Übergang in eine Bildungseinrichtung für alle zu einem positiven Erlebnis. Und das kann sich auch später auf die weiteren Veränderungen auswirken.

 

  1. Ermutigen Sie Ihr Kind zur Selbstständigkeit

Wenn alles gut vorbereitet ist, wird der erste Tag in der Kindertagesstätte für Ihr Kind keine besonders große Herausforderung sein. Vielleicht haben Sie wochen-, wenn nicht sogar monatelang darauf hingearbeitet und mit vielen kleinen Fortschritten das Kita-Leben Ihres Kindes bestens geplant. Zu Ihren Übungen sollte auf jeden Fall aber auch das Selbständigkeitstraining gehören, d. h. Ihr Kind sollte in der Lage sein, sich über einen etwas längeren Zeitraum selbst zu beschäftigen.

Denn auch die besten Betreuenden der Welt werden nicht in der Lage sein, Ihrem Kind 100 Prozent ihrer Aufmerksamkeit zu schenken – sie haben einfach zu viele andere Kinder gleichzeitig zu betreuen.

Je mehr Ihr Kind selbst erledigen kann, desto leichter wird der Übergang in die Kindertagesstätte sein. Tun Sie Ihrem Kind einen Gefallen und helfen Sie ihm zu lernen, allein zu spielen, zu essen, sich die Hände zu waschen usw.

 

  1. Üben Sie den Abschied

Wenn Sie kleine Kinder haben, verbringen Sie wahrscheinlich jeden Tag viel Zeit mit ihnen. Vielleicht fällt es Ihnen sogar schwer, sich zu erinnern, wann Sie sie das letzte Mal nicht im Arm gehalten, mit ihnen gespielt oder sie gefüttert haben.

Es ist zwar phantastisch, dass Sie so liebevolle, behütende Eltern sind, aber sobald Sie Ihr Kind in der Kindertagesstätte anmelden, werden Sie sich eine Zeitlang von ihm trennen müssen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, schon vor dem ersten Tag zu üben, sich für kurze Zeit voneinander zu trennen.

Bitten Sie zum Beispiel ein Familienmitglied oder Freunde, für ein paar Stunden auf Ihr Kind aufzupassen. Sie können währenddessen die Zeit für ein schönes gemeinsames Date mit Ihrem Partner nutzen!

Ihr Kind erlebt so ein Stück Unabhängigkeit, aber es lernt auch, dass die Eltern immer wieder zurückkommen, auch wenn sie einmal weggegangen sind. Nicht zu vergessen, dass auch für die Eltern eine wohlverdiente Pause von der Kinderbetreuung sehr erholsam sein kann!

Unser Profi-Tipp: Wenn Ihr Kind unter großer Trennungsangst leidet, üben Sie Schritt für Schritt. Lassen Sie es erst nur kurz allein (z. B. 30 Minuten), und verlängern Sie diese Zeit nach und nach. Sie werden sehen: Ihr Kind wird immer unabhängiger und fühlt sich schneller in der Kita wohl. Und auch für Sie wird dieser Loslass-Prozess so vielleicht etwas leichter.

 

  1. Bereiten Sie Ihr Kind auf die Kita vor

Auch wenn erst mal alles neu ist: Der erste Tag in der Kindertagesstätte sollte für Ihr Kind trotzdem keine allzu großen Überraschungen bereithalten. Erklären Sie Ihrem Kind schon ein paar Wochen vorher, was am ersten Tag in der Kita alles passieren wird. Noch besser ist es, es gleich richtig dafür zu begeistern!

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über all die schönen Dinge, die es in der Kita erleben wird: mit tollem Spielzeug spielen, bunte Bilder malen, neue Freunde kennenlernen und lustige Lieder singen. Beschreiben Sie die Tagesstätte möglichst anschaulich, damit ihr Kind sich richtig auf den Kita-Besuch freuen kann. Vorfreude ist die schönste Freude!

Die allerbeste Möglichkeit, große Begeisterung zu wecken, ist ein Besuch der Kita noch vor dem eigentlichen offiziellen Beginn. So können sie die Betreuenden schon mal kennenlernen, die spannenden Aktivitäten sehen, bei denen sie auch bald mitmachen dürfen und sie können sich mit der neuen Umgebung vertraut machen.

Unser Profi-Tipp: Schauen Sie sich auch Bilderbücher zum Thema an, die vom lustigen Kita-Leben handeln.

 

  1. Passen Sie den Zeitplan Ihres Kindes an

Die Kindertagesstätten sind natürlich nicht in der Lage, sich auf die individuellen Zeitpläne jedes Kindes einzustellen. Darum empfehlen wir, sich über den Tagesablauf in der Einrichtung zu informieren und dann den Tagesablauf Ihres Kindes schon vor dem ersten Tag in der Kita darauf abzustimmen. Das ist eine optimale Vorbereitung!

Am wichtigsten dabei sind der Essens- und der Schlafrhythmus, der an die Kita-Gruppe angepasst werden sollte. Achten Sie aber darauf, dass Sie dies nur schrittweise tun! Denn eine plötzliche Abweichung von einer festen Routine kann für alle Beteiligten sehr unangenehm sein.

Unser Profi-Tipp: Ihrem Kleinkind fällt es möglicherweise schwer, in einem Raum voller anderer Kinder zu schlafen – zumindest anfangs. Geben Sie ihm darum sein Lieblings-Kuscheltier mit! Auch ein Lieblings-Schlafanzug oder die gewohnte Bettwäsche kann (nach Rücksprache mit der Kita) Ihrem Kind helfen, während des Mittagsschlafs zu entspannen und die nötige Ruhe zu finden.

 

  1. Packen Sie alles Wichtige ein

Was Sie für die Kindertagesstätte einpacken, hängt vom Alter Ihres Kindes ab. Wenn Sie ein Baby haben, packen Sie mehrere Kleidungsstücke zum Wechseln ein, für den Fall, dass das Kind spuckt oder kleckert. Vergessen Sie auch nicht das Fläschchen, Muttermilch oder Milchnahrung sowie genügend Windeln (falls nicht in der Kita vorhanden).

Für Kleinkinder brauchen Sie nicht so viel einzupacken. Eine Kleidungsmontur zum Wechseln (Unterwäsche nicht vergessen) wird wahrscheinlich ausreichen – aber Sie kennen Ihr Kind am besten.

Unabhängig vom Alter Ihres Kindes sollten Sie für den ersten Tag in der Kindertagesstätte auch vertraute Gegenstände einpacken: ein Lieblingsspielzeug, eine kuschelige Decke und ein Gute-Nacht-Buch.

Unser Profi-Tipp: Beschriften Sie alles – wirklich alles! – was Sie Ihrem Kind mitgeben, damit es nicht verloren geht! Dafür gibt es niedliche Etiketten und Aufkleber im Fachhandel zu kaufen.

 

  1. Etablieren Sie Verabschiedungs-Rituale

Umarmen Sie Ihr Kind, sagen Sie auf Wiedersehen … und dann gehen Sie entschlossen weg.

Eine konsequente Abschiedsroutine wird den Abschied von Ihrem Kind am ersten Tag in der Kindertagesstätte (und an allen folgenden Tagen) wesentlich erleichtern. Ihre neuen Rituale können alles sein, was sich für Sie und Ihr Kind gut anfühlt: ein Abklatschen, eine Umarmung, ein Kuss auf die Wange – was auch immer für Sie passt.

 

Unser Profi-Tipp: Gewöhnen Sie sich an, Ihrem Kind zum Abschied zu sagen, dass Sie es zu einem bestimmten Zeitpunkt abholen werden, z. B. nach dem Mittagsschlaf, wenn es aufgewacht ist. Wenn Sie dieses Versprechen einhalten, kann Ihr Kind sicher sein, dass es in der Kita gut aufgehoben ist. Wenn Ihr Kind aber enttäuscht werden sollte, beginnt es vielleicht, an Ihren Worten zu zweifeln, und die Trennung von Ihnen wird noch schwieriger.

 

  1. Verweilen Sie nicht zu lange

Nun ist der große Tag endlich gekommen! Sie haben Ihr Kind zur Kita begleitet, haben seine Sachen den Betreuenden gegeben und verabschieden sich von Ihrem Kind. Jetzt sollten Sie auch wirklich gehen!

Doch das ist gar nicht so leicht, wenn das Kind weint und wieder zu Ihnen zurück will! Jetzt möchten Sie Ihr Kind sicher in den Arm nehmen und trösten. Vielleicht überlegen Sie sogar, es wieder mit nach Hause zu nehmen. Auf jeden Fall möchten Sie noch einmal nach ihm schauen, wenn es in der Kita verschwunden ist um sicherzugehen, dass es sich in der neuen Umgebung wohlfühlt.

Lassen Sie es! Denn dadurch wird es Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter nur noch schwerer fallen, die neue Situation zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Die professionellen Betreuenden sind in der Lage, Ihr Kind zu trösten und es mit einer lustigen Aktivität abzulenken. Und da Sie sich gut informiert haben, bevor Sie Ihr Kind in der Kindertagesstätte angemeldet haben, werden die Betreuenden, denen Sie Ihr Kind anvertrauen, sicher die Besten der Besten sein, nicht wahr?

Unser Profi-Tipp: Weinen ist ok! Es ist ganz normal, wenn die Kinder am Anfang des Kita-Alltags auch mal weinen und nach Mama/Papa rufen. In der Regel gibt sich das schnell.

 

  1. Haben Sie keine Angst, nachzufragen

Nicht nur die Kinder haben am „großen Tag“ manchmal Probleme mit der Umstellung. Auch die Eltern sind oft nervös, wenn sie ihre Kinder zum ersten Mal in eine Kindertagesstätte geben. Rufen Sie Ihre Kita-Leitung ruhig an und vergewissern Sie sich, dass alles gut läuft.

Bitten Sie die Betreuenden außerdem um aktuelle Informationen, wenn Sie Ihr Kind am Ende des Kita-Tages abholen. Sicher haben diese gute Ratschläge für Sie, die auch Ihrer Familie den Übergang in die erste Bildungseinrichtung erleichtern können.

 

  1. Vermitteln Sie Sicherheit

Machen Sie sich klar, dass der erste Tag in der Kindertagesstätte für Ihr Kind erst einmal ungewohnt sein wird – auch wenn Sie sich im Vorfeld noch so gut darauf vorbereitet haben. Der zweite Tag wird vielleicht noch nicht so viel besser sein. Aber mit ein wenig Geduld wird sich Ihr Kind nach und nach an das Kita-Leben gewöhnen und bestimmt schnell viel Spaß in der Gruppe haben. Übrigens: Die allermeisten Kinder gehen sehr gern in die Kita und können es morgens kaum abwarten, bis es endlich losgeht!

Auch für die Eltern kann dieser Schritt ungewohnt sein. Aber es ist wichtig, sich die Vorteile vor Augen zu führen, die sich aus der Anmeldung ihres Kindes in einer Kindertagesstätte ergeben:

– Das Kind lernt in der Kita wertvolle soziale Fähigkeiten, die es zu Hause vielleicht nicht erlernen kann, z. B. Spielzeug teilen oder sich abwechseln.

– Kinder, die eine Kindertagesstätte besuchen, haben es in der Regel leichter, den Übergang zur Schule zu bewältigen, da sie ihre Trennungsangst bereits überwunden haben.

– Und nicht zuletzt können die Eltern wieder berufstätig werden und Geld verdienen.

Unser Profi-Tipp: Auch wenn Sie Ihr Kind am Anfang vielleicht vermissen – unterstützen Sie es bei den ersten Schritten ins Kita-Leben.

 

Und das Wichtigste zum Schluss: Nehmen Sie sich Zeit!

Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, sich auf die Kita vorzubereiten. Nehmen Sie sich Zeit für die ersten Kita-Tage. Und vor allem geben Sie Ihrem Kind genügend Zeit, die Eindrücke aus der Kita auch zu verarbeiten! Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das Erlebte und schaffen Sie danach ausreichend Ruhezeiten.

 

Fazit: Bereiten Sie sich auf den ersten Tag in der Kita gut vor!

Wenn Sie Ihr Kind zum ersten Mal allein lassen, ist das sowohl für Sie als auch für Ihr Kind stressig. Die Tipps in diesem Artikel sollen Ihnen helfen, die ersten Schritte gut zu bewältigen und mit Spaß und Freude in den Kita-Alltag zu starten.

Fangen Sie gleich an, sich selbst und Ihr Kind auf den großen Tag vorzubereiten. Beginnen Sie jetzt, seine Selbstständigkeit zu fördern, üben Sie die Trennung, passen Sie den Tagesablauf Ihres Kindes an und vermitteln Sie Ruhe und Sicherheit. So sind alle für die bevorstehenden Veränderungen im Leben bestens gewappnet!

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